Leistenbruch-OP, das Training danach.
offen mit oder ohne netz oder laparoskopisch ?
sprich an, dass du kraftsport treibst, dann wird man sich eher für ein netz entscheiden.
eigentlich ist die offene op mit netz hier das etablierte verfahren, bei dem die schonungszeit nur unwesentlich länger ist.
laparoskopische leisten-ops werden eher bei bruchrezidiven oder beidseitigem bruch durchgeführt, und auch nicht überall angeboten (wg. Kosten und Know-How)
... die minimalinvasiven Verfahren sind mMn gerade für BB eine feine Sache, unter der Vorraussetzung, dass der Operateur sie gut beherrscht.
Das Rezidivrisiko korreliert negativ mit der Erfahrenheit des Operateurs, insofern könnte man sagen, du profitierst bei der verbreiteten offenen Methode davon, dass sie auch in kleineren Häusern ein Routineeingriff ist.
Ich denke außerdem, auch der finanzielle Aspekt (Kasse) spielt bei der Wahl der Methode eine nicht unerhebliche Rolle.....
Aber bei den heutigen Operationsverfahren hat man glaub ich überhaupt keine Probleme mehr.
@sinalco
laparoskopisch: bekommt man da nicht eine Kamera eingeführt und nur zwei kleine Schnitte gemacht? Hab da noch sowas in Erinnerung, da meine Frau glaub ich auf die Art am Eierstock operiert wurde!
TEP oder TAPP ist eigentlich egal, bei der TAPP wird heute auch nicht mehr geklammert, da die Netze 'selbstklebend' sind.
Wie muss man sich das mit dem Netz vorstellen? Löst sich das dann auf? Hab in der Richtung leider Nullinger Durchblick!
Es war einmal...die ersten Netze. Polypropylen, geflochten-machten ganz ordentliche Fremdkörpereaktionen, zuviel Oberfläche. Sagen wir Beginn 80er Jahre bis Anfang '90.
Also nehme man selbstauflösende, z.B. Vicryl (Polygykolsäure). Und siehe da: bringt nix! Ist das Netz aufgelöst, ist auch der Bruch wieder da...
Ok, also Oberfläche reduzieren, sprich grössere Maschen und monofil (aus einem Stück, nicht geflochten). Dazu noch herumprobieren, welche Stärke und welche Härte und man nähert sich den einfachen PPE-Netzen von heute.
Nächster Schritt: Kombi aus nicht-resorbierbar und resorbierbar, etwa 50:50. Damit wären wir bei der aktuellen Generation der Netze für Brüche heute (z.B. VyproII).
Alternativ beschichtete PPE-Netze, z.B. Titan. Ist absolut inert im Gewebe, oder auch Zellulose als gute Biobeschichtung (kann der Körper nicht abbauen, kennt er aber).
Nachteil: Das Preisschild. Ein einfaches PPE kostet gut 10€, ein VyproII 100€, Titan noch mehr...
Ach nochwas! Kann man mit den neueren Netzen ohne Problem Krafttraining machen, muss aber z.B einen Gürtel tragen?
Bei schweren Kniebeugen herrschen ja gute Kräfte in der Leiste. Ich merks ja heut immer noch!
Aber Rezidivrisiko bei einem Prozent-und vom Training sicher nicht abhängig. Also nicht zuviel Kopp drum machen.
z.B. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11605111?ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DiscoveryPanel.Pubmed_Discovery_RA&linkpos=5&log$=relatedarticles&logdbfrom=pubmed
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18496729?ordinalpos=4&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum
Hier sind wir bei Rezidivraten von etwa 0,2-0,3%, und da gibt es noch viele andere mit identischen Zahlen.