Ich...
2 x...
Meine erste Freundin mit meinem besten Freund... Und ich habe sie in seinem Bett erwischen dürfen...
Danach hatte ich weder eine Freundin noch einen besten Freund. Und mein bester Freund hatte Glück das er nicht noch abgestritten hat. Naja, wenn er und sie nackt in der Kiste liegen und ich die Zimmertür aufmache hat er sich das gepflegt verkniffen. War seiner Gesundheit dienlicher zu dem Zeitpunkt. Allerdings hatte meine Freundin scheinbar ein Problem mit Treue an sich. Eine Bekannte von ihr sagte damals, das sie sowas schon öfter abgezogen hat...
Und dann...
Meine Exfrau (10 Jahre zusammen, davon 3 verheiratet). Die beiden leben mittlerweile seit fast 3 Jahren zusammen.
Ich habe alles rausbekommen, jedes Puzzlestück. Ich weiß mit wem, ich weiß wann.
Nur beim warum, habe ich keine Antwort bekommen.
Ich hab mich beschissen gefühlt, weil ich eigentlich gedacht hätte, das wir miteinander reden wenn irgendwas nicht passt. Aber man kann es ja nicht erzwingen.
Mittlerweile, nach 25 Therapiesitzungen und einer neuen Freundin bin ich eigentlich darüber weg, das sie mich beschissen hat. Aber es macht mich unsicher. Da ich immer noch kein warum kenne.
Einige werden jetzt sagen, das das Warum nicht wichtig ist...
Für mich aber schon, damit ich weiß was für Fehler ich wirklich gemacht habe.
Der Betrug an sich tat eigentlich nicht weh, geliebt habe ich sie scheinbar nie...
Ich suchte zu dem Zeitpunkt als wir uns kennenlernten etwas (Person/Gegenstand) um das ich mich kümmern kann (Auch ein Trauma meiner Kindheit) und sie war zu dem Zeitpunkt halt "verfügbar". Und als selbst ich gemerkt habe, das es das nicht ist, war ich zu feige es zu beenden. Weil mir dann ja etwas gefehlt hätte, um das ich mich kümmern konnte. Nachdem sie mich betrogen hat, war es ein Gefühl, als wenn einem jemand seinen Lutscher wegnimmt...
Um mit Gollums Worten zu sprechen: "Mein Schatzzzz.."
Ich weiß dass das krank ist...
![gelangweilt]()
Ich bin völlig in der Lage mich selbst zu reflektieren und zu wissen, das so keine Beziehung geführt wird.
Ich hatte nur nicht den Arsch in der Hose es zu sagen. Allerdings weiß ich mittlerweile durch meinen neuen Therapeuten, dass das Problem bei mir liegt. Ich habe so gut wie kein Selbstwertgefühl und kein Selbstvertrauen, mir hat niemand beigebracht, wie man selbstsicher oder zumindest selbstbewusst ist. Ich weiß bis heute nicht was ich wert bin. Ich habe durchaus Ansätze es zu erkennen, aber das sind flüchtige Eindrücke, die nicht lange halten...
Mein Therapeut sagt, das ist das Ergebnis meiner Erziehung. Und wieder ein Trauma aus meiner Jugend...
So richtig damit umgehen fällt mir eigentlich immer noch schwer, da ich seit dem Betrug niemandem mehr wirklich traue. Ihr könnt Euch vorstellen, was das für einen Menschen mit dem man eine Beziehung hat bedeutet. Ich vertraue meiner Freundin nicht zu 100 %. Es liegt aber nicht an ihr, sondern ausschließlich an mir. Sie ist mir gegenüber völlig offen, wir reden über alles.
Aber es ist nicht einfach...
LG