Ein paar Gedanken hierzu:
1.
Vom Aminosäureblutspiegel aus gesehen ist der Anstieg von Aminosäuren ein Signalgeber. Das ist besser als die ganze Zeit über Whey stündlich zu sich zu nehmen. Warum sollte das während des Trainings anders sein?
Klar fällt während des Trainings der Aminosäureblutspiegel ab.
Bei dem PWN (thx rantanplan) kommt es zu einem starken Aminosäurenanstieg im Blut, womit man sicherlich der Proteinsynthese einen extra "Kick" obendrein gibt.
2.
Während des Trainings Whey zu sich zu nehmen würde Energie abziehen.
In den Mengen wie hier teilweise vorgeschlagen oder empfohlen, würde die Proteinoxidation massiv angeregt werden. Die Leber würde allerhand Energie abziehen um verschiedene aminos umzuwandeln.
3a. Die BCAAs sind die einzigen Aminosäuren, die nicht über die Leber gehen. Sie sind auch die Aminos, die am schnellsten ins Blut gehen.
Ausserdem kann aus den 3 BCAA-Aminos das begehrte Glutamin umsynthetisiert werden.
Die BCAAs ziehen also nicht soviel Körperenergien ab. Wenn man sie während dem Training moderat nach und nach zu sich nimmt, kann man dem zu starken absinken des Aminosäurespiegels etwas entgegen wirken, so dass man nicht zu sehr (oder gar nicht) in die katabolen Bereiche kommt. 1/3 des Muskelaufbaus besteht aus BCAAs, diese Aminos sind also höchst wichtig.
3b. (diese Gedanken gehören immer noch zu BCAAs, aber kann mir bitte jemand bestätigen dass das folgende richtig ist? Er möge bitte widersprechen, wenn ich falsch liege).
Die BCAAs können auch schnell in Energie gewandelt werden
Die BCAAs sinken während des Trainings angeblich dramatisch schnell ab, und auch ein iso-Whey das 45 Minuten vor dem Taining genommen wurde, hat nicht genug BCAAs.
4. will man dann noch etwas mehr tun, dann wäre eine entlastung der Leber mit sublingualer einnahme zu erreichen. man könnte sich also einen teelöffel Glutamin unter die Zunge legen und langsam während des Trainings über die Mundschleimhaut aufnehmen. Nachteil: Wasser trinken wäre nicht möglich, und viel reden würde ich auch nicht empfehlen. Ab und zu die spuke, die einem aus dem Mund laufen könnte sieht auch nicht so dolle aus hi, hi. Aber denkbar wäre es (diese Methode dürfte auch für alle möglichen Medikamente die man an der Leber vorbeischmuggeln will gelten, z.B. Prohormone, obwohl ich das nicht empfehlen würde).
5. Maltodextrin während des Trainings ist bestimmt keine gute Idee. Es wird relativ langsam aufgenommen, Dextrose hingegen schnell. Aus Energiebereitstellungsgründen also nur Dextrose nehmen, wenn überhaupt. Denn ob man aber letztendlich überhaupt Dextrose nehmen sollte - Tja das ist so ein abwägen zwischen Verdauung und Energiegewinnung. Gibt es hier jemanden der sich darüber schon gedanken gemacht hat?
Nach diesen Gedanken würde ich 45 Minuten vor dem Training Iso-Whey nehmen, unmittelbar kurz vor dem Training die ersten paar Gramm BCAAs (15 minuten später werden die erst im Blut sein).
Insgesamt würde ich vorschlagen: 5-10 Gramm BCAA, evtl. mit lächerlichen 4-5 Gramm iso-Whey und 5-10 Gramm Dextrose.
(Whey und Dextros lieber noch sparsamer oder ganz weglassen, aber Dextrose hilft den üblen Geschmack der BCAAs etwas zu vergessen).
Diese geringen Mengen verteilt über das Training. Das gibt maximal eine Kcal Zufuhr von 100kcal, was möglicherweise schon zuviel ist.
Wenn man 50kcal mehr Energie gewonnen hat, ist aber schon einiges geholfen. Es sollte eine starke Proteinoxidation vermieden werden.
Man sollte sich klar machen dass es vor allem darum geht den katabolen Bereich abzufedern. Man sollte sich nicht den starken Anstieg des Aminosäureblutspiegels (=Signalgeber für Proteinsythese) kaputt machen (starker Anstieg verursacht durch kraftvollen PWN).
Gruß, MK
P.S.
http://jn.nutrition.org/cgi/content/abstract/136/2/544S
nach dieser Studie scheint die Einnahme von Kohlenhydraten während dem Training leider die anti-Ermüdungswirkung der BCAA reduzieren.
Also besser nur BCAAs?