Wie schon gesagt, die Frage hat mich interessiert und ich habe den Nachmittag (von trainieren mal abgesehen

) damit verbracht, eine wissenschaftliche Erklärung zu finden.
Frage: Kann es nach Absetzen der NO-Supplementation zu Erektionsstörungen kommen.
Wie kommt es zur Erektion?
Die Erektion wird im Wesentlichen durch 2 Mechanismen ausgelöst.
Erstens, über parasympathischen Reiz werden Gefäße erweitert und es kommt zu einem verstärkten Bluteinstrom in den Penis. Die glatte Muskulatur der Penisschwellkörper erschlaffen, wodurch Platz innerhalb des Schwellkörpers für Blut geschaffen wird.
Zweitens, der M. ischiocavernosus zieht sich rhythmisch zusammen, wodurch eine Art Pumpbewegung entsteht die die Blutmenge in den Schwellkörpern noch weiter erhöht. Dieser Muskel ist weiterhin dafür verantwortlich, dass der venöse Blutabfluss aus den Schwellkörpern abgedrückt wird und das Blut somit nicht wieder abfließen kann.
NO ist in der Lage, die glatte Muskulatur im Schwellkörper während des Erektionsvorgangs erschlaffen zu lassen. Dies ist wohl als Ergänzung zu Mechanismus 1 zu sehen und findet physiologisch während der Erektion statt. Insgesamt trägt es aber nur wenig zum Gesamtprozess bei.
Zum NO an sich:
Stickstoffmonoxid ist in der Lage, glatte Muskulatur erschlaffen zu lassen. Den Effekt kann man sich unter anderem, aber insbesondere bei den Blutgefäßen zu nutze machen. Die Medizin setzt NO-Donatoren schon lange als Medikamente ein. NO an sich hat nur eine Halbwertszeit von ca. 2 Sekunden, weshalb man chemische Verbindungen braucht, die NO kontinuierlich freisetzen können. Arginin (auch als Supplement) ist ein solcher NO-Freisetzer. Im BB soll der Effekt in verbesserter Muskeldurchblutung genutzt werden.
Theoretisch würde im Penis NO eine Erektion begünstigen oder besser gesagt verstärken.
Aber, und das ist jetzt meine persönliche Einschätzung: Die Durchblutung des Schwellkörpers ist zu vernachlässigen. Von systemisch zugeführtem NO (in Form von AAKG) kommt nur ein Bruchteil im Schwellkörper an. Dort wird er zwar prinzipiell die Wirkung entfalten, was aber nur minimal zum Gesamtprozess Erektion beiträgt.
Damit ist die Frage noch nicht ganz beantwortet. Was passiert wenn man NO absetzt. Ist dann die Erektion weniger stark ausgeprägt?
Da der Effekt m.E. nach sowieso nur minimal ist, dürfte auch das Absetzen so gut wie keinen Effekt haben.
Das Problem kann man aber auch noch von einer anderen Seite her betrachten. Wäre AAKG oder NO allgemein ein Potenzmittel, hätte ein findiger Geschäftsmann dieses längst zu einem Produkt verwertet.
Schlussfolgerung: Ich sehe keine Probleme bei der Verwendung von AAKG
im Bezug auf Erektionsstörungen.