ich bin neu hier, würde mich aber freuen wenn Du mir die ein oder andere Frage (allgemein) über Steroide im Deutschen Amateurbodybuilding beantworten könntest. In den Regeln steht das man nachfragen darf ob Du darüber schreiben willst. Nicht über Deinen Gebrauch sondern eher allgemein!
Meine Fragen wären:
- wird im BB wirklich so hoch dosiert wie hinter vorgehaltener Hand spekuliert wird
- welche Präperate kommen zum Einsatz
- nutzt Ihr Originale oder HB Sachen
- gibt es sehr viele die durchgehend on sind oder werden Pausen gemacht
- sind regelmässige Ärztechecks sinnvoll
Das war es erstmal. Vielleicht gibt es noch andere hier die Dir fragen stellen möchten? Ist ja bisher recht zurückhaltend behandelt worden!
Vielen Dank schon einmal!
Saturn
E
Ebeem
28 Jun 2006 10:37
danke Saturn,ich hab die Netiquette gelesn und hatte dann auch erstmal Schiss des Thema anzusprechn....
M
Manuel Bauer
28 Jun 2006 11:00
hallo saturn,
das mit den dosierungen ist anssichtssache. wenn ich mir in vielen foren durchlese, was manche hobbyathleten so nehmen, dann sind die dosierungen im wk bb mit sicherheit nicht so hoch, wie viele vermuten.
hier mal ein paar dosierungsbereiche der einzelnen präparate:
testo zwischen 750 mg bis 2500 mg die woche
dianabol 30-50 mg täglich
boldenone, nandrolon 400 - 800 mg die woche
sth 4 - 8 i.e. täglich
trenbolon 400 - 600 mg die woche.
dies alles sind natürlich einzelangaben und keine kurgestaltung !
das sind mal so werte, wie sie mir bei vielen wettkämpfern bekannt sind.
es kommen zum größten teil die gängigen sachen zum einsatz, wie z.b. testosteron, dianabol, boldenone sowie in der wettkampfphase trenbolon, stanozolol, etc. desweiteren muß man erwähnen, daß es mit sicherheit eine ganze reihe wk athleten gibt, die noch keine erfahrung mit sth gemacht haben, da dies doch ein finanziell extrem hoher aufwand ist.
undergroundlabs werden mit sicherheit von vielen benutzt, insbesondere für präparate, die es offiziell nicht mehr gibt bzw. nur schwer zu bekommen sind, wie z.b. trenbolon, masteron, boldenone, halotestin, oral-turinabol, oxandrolone
das mit ärztlichen untersuchungen hält auch jeder unterschiedlich. sinnvoll wäre es natürlich schon. gibt mit sicherheit genug wettkampf- und hobbyathleten die dies jedoch nicht tun.
das gleiche gilt mit den steroidpausen. absetzen wäre auf jedenfall sinnvoll, egal auf welchem standard man sich befindet.
kann nur aus eigener erfahrung sagen, daß sich eine pause wirklich lohnt. erstens der gesundheit zuliebe und zweitens auch aufgrund der wirkungsweise. nach einer pause erfährt man wieder eine ganz andere wirkung.
M
Markus M.
28 Jun 2006 11:06
Danke Manuel!
Deine Aussagen bestätigen im Grunde nur die des Boris Kleine! Genetik ist der wichtigste Schlüssel - nicht die Stoffmenge! Man sieht ja was im HobbyBB-Bereich passiert, da knallen sich die Jungs 2 g Testo die Woche und sehen trotzdem sch... aus. Teilweise haben diese Leute nichtmal "Offseason" ein Gewicht von 100 kg bei halbwegs vernünftiger Form. Traurig...
Markus
E
Ebeem
28 Jun 2006 11:08
Wow,..sehr ausführlich..DANKE!!!
Wie ist denn deine Einstellung zu Insulin,weil Boris Kleine ja nicht begeistert ist von dessen Gebrauch,aber dennoch viele BB auf Insulin schwören!
M
Mental Power
28 Jun 2006 12:09
ManuelBauer hat geschrieben:hallo saturn,
das mit den dosierungen ist anssichtssache. wenn ich mir in vielen foren durchlese, was manche hobbyathleten so nehmen, dann sind die dosierungen im wk bb mit sicherheit nicht so hoch, wie viele vermuten.
hier mal ein paar dosierungsbereiche der einzelnen präparate: testo zwischen 750 mg bis 2500 mg die woche dianabol 30-50 mg täglich boldenone, nandrolon 400 - 800 mg die woche sth 4 - 8 i.e. täglich trenbolon 400 - 600 mg die woche. dies alles sind natürlich einzelangaben und keine kurgestaltung ! das sind mal so werte, wie sie mir bei vielen wettkämpfern bekannt sind.
es kommen zum größten teil die gängigen sachen zum einsatz, wie z.b. testosteron, dianabol, boldenone sowie in der wettkampfphase trenbolon, stanozolol, etc. desweiteren muß man erwähnen, daß es mit sicherheit eine ganze reihe wk athleten gibt, die noch keine erfahrung mit sth gemacht haben, da dies doch ein finanziell extrem hoher aufwand ist.
undergroundlabs werden mit sicherheit von vielen benutzt, insbesondere für präparate, die es offiziell nicht mehr gibt bzw. nur schwer zu bekommen sind, wie z.b. trenbolon, masteron, boldenone, halotestin, oral-turinabol, oxandrolone
das mit ärztlichen untersuchungen hält auch jeder unterschiedlich. sinnvoll wäre es natürlich schon. gibt mit sicherheit genug wettkampf- und hobbyathleten die dies jedoch nicht tun.
das gleiche gilt mit den steroidpausen. absetzen wäre auf jedenfall sinnvoll, egal auf welchem standard man sich befindet. kann nur aus eigener erfahrung sagen, daß sich eine pause wirklich lohnt. erstens der gesundheit zuliebe und zweitens auch aufgrund der wirkungsweise. nach einer pause erfährt man wieder eine ganz andere wirkung.
...hätte ich selbst nicht besser formulieren können...
J
Jocker
28 Jun 2006 12:41
Danke für deine informative Antwort. Finde es gut das WKBB wie du sich hier den Fragen stellen.
Kann nur die Aussage von Boris,Pumpi und dir unterstreichen und einen Appell an alle BBler richten und sagen:
Ernährung und Training sind weitaus wichtiger als Stoff für den Erfolg.
M
Markus M.
28 Jun 2006 12:54
Du hast einen der wichtigsten Faktoren vergessen; die Genetik!
M
Manuel Bauer
28 Jun 2006 15:28
@ebeem
noch ein wort zum thema insulin.
ich bin schon fest davon überzeugt, daß insulin bei richtiger anwendung vorteile bringt. am besten natürlich in verbindung mit sth.
falsch angewendet ist es mit sicherheit eines der gefährlichsten präparate im bb. mal abgesehen von den gesundheitlichen risiken führt es bei falscher anwendung auch dazu, daß viele einfach nur fett werden.
wenn insulin, dann nur ein lispro insulin, wie z.b. humalog. depotinsuline können fatale folgen haben, da die wirkung häufig nach stunden noch einsetzt.
desweiteren würde ich es nur an trainingstagen nehmen, unmittelbar danach sollte eine shake aus schnell verwertbaren kh, protein, creatin, glutamin folgen. schnell verwertbare kh wären z.b. dextrose, beim protein am whey isolat.
wichtig ist auch, daß dann nach ca. 1 std. wieder komplexe kh sowie protein zugeführt werden und fett weitgehends vermieden wird.
einfach ausgedrückt macht insulin die zellmembranen durchlässig und die nährstoffe können dadurch besser in die muskelzellen transportiert werden. das gilt natürlich auch für das fett, was ungehindert in die muskelzellen wandert. darum sollte wie gesagt die erste zeit nach der injektion kein fett konsumiert werden.
es soll aber nicht so klingen, ob ich jetzt insulin empfehlen würde. letztendlich muß es jeder selbst für sich entscheiden.
insulin ist absolut kein präparat für anfänger und nichts, mit dem man einfach mal so herumexperimentieren sollte.
M
Markus M.
28 Jun 2006 15:32
Hallo Manuel,
wahrscheinlich ist es auch wichtig wie man sich vor dem Training - und damit vor der Insulininjektion nach dem Workout - ernährt. Fett sollte man idealerweise schon 2-4 Stunden vor der eigentlichen Insulingabe meiden.
Sicher ist sicher und wer es mal längere Zeit getestet hat, wird mir bestätigen, dass dies super wichtig ist, wenn man wirklich vom Insulin profitieren will(und nicht "fett" werden will).
LG,
Markus
M
M-TOP
28 Jun 2006 17:05
insulin ist absolut kein präparat für anfänger und nichts, mit dem man einfach mal so herumexperimentieren sollte.
Das ist wohl der wichtigste Satz aus dem ganzen bisherigen Thread!!
Gruß
M-TOP
E
Ebeem
28 Jun 2006 17:05
nice,.. aber warum Insulin einerseits so stark befürwortet wird und bei Boris als nichtsnützig angesehn wird ist mir irgendwie noch nicht klar..denk auch nicht,dass du oder Boris es auf verschiedene Weise,bzw. einer von euch falsch angewendet hat!
Aber Danke für den Post!Unterstützt meine Meinung über Insulin:-)
aber das mit dem Fett werden is echt n Problem....auch wenn ich jmd. etwas in der Richtung erklären will,will sich bei mir im Studio leider keiner belehren lassen(aus Stolz?!) vielleicht aber auch weil ich noch jünger als die bin,...
Apropos Alter....in welchem Alter ist dir denn bewusst geworden,das "Hilfsmittel" von Nöten sind um deine WK Ambitionen zu realisieren?Mich hat des damals nämlich mächtig vom Hocker gehauen
M
Manuel Bauer
29 Jun 2006 10:22
@ebeem
so richtig bewusst geworden ist mir das mit 17 oder 18 jahren.
zuvor dachte ich auch noch, daß man das mit eiweiß und creatin schaffen kann
wie gesagt, es muß jeder selbst für sich entscheiden.
viele sollten halt einfach nur bedenken, daß die chemie auch nur ein teil vom ganzen ist. finde es immer wieder erschreckend, wenn ich lese was junge leute, zum teil auch anfänger schon für dosierungen fahren.
M
mola
29 Jun 2006 11:11
das finde ich aus erschreckend manuel..
ich habe mal im netz gelesen das einer mit 21jahren und 100kg auf 180cm 8i.e. wachs nimmt, dazu 1,5g testo un noch einige andere sachen.. finde das ist schon sehr übertrieben...
kannst du uns vielleicht etwas näher schildern wie du damals in deinen jungen jahren angefangen hast un was für maße du hattest?? wenn das nicht zu persönlich ist...
mfg
B
Boris Kleine
29 Jun 2006 11:35
ManuelBauer hat geschrieben:@ebeem noch ein wort zum thema insulin.
ich bin schon fest davon überzeugt, daß insulin bei richtiger anwendung vorteile bringt. am besten natürlich in verbindung mit sth.
falsch angewendet ist es mit sicherheit eines der gefährlichsten präparate im bb. mal abgesehen von den gesundheitlichen risiken führt es bei falscher anwendung auch dazu, daß viele einfach nur fett werden.
wenn insulin, dann nur ein lispro insulin, wie z.b. humalog. depotinsuline können fatale folgen haben, da die wirkung häufig nach stunden noch einsetzt. desweiteren würde ich es nur an trainingstagen nehmen, unmittelbar danach sollte eine shake aus schnell verwertbaren kh, protein, creatin, glutamin folgen. schnell verwertbare kh wären z.b. dextrose, beim protein am whey isolat. wichtig ist auch, daß dann nach ca. 1 std. wieder komplexe kh sowie protein zugeführt werden und fett weitgehends vermieden wird.
einfach ausgedrückt macht insulin die zellmembranen durchlässig und die nährstoffe können dadurch besser in die muskelzellen transportiert werden. das gilt natürlich auch für das fett, was ungehindert in die muskelzellen wandert. darum sollte wie gesagt die erste zeit nach der injektion kein fett konsumiert werden.
es soll aber nicht so klingen, ob ich jetzt insulin empfehlen würde. letztendlich muß es jeder selbst für sich entscheiden. insulin ist absolut kein präparat für anfänger und nichts, mit dem man einfach mal so herumexperimentieren sollte.
Hi,
Hört sich ja alles gut an, aber wenn ich nach dem training diese ganzen kurzen KH´d trinke, haut mein Körper sowieso so viel insulin raus, daß ich OHNE insulin 90min danach stark hypoglykämisch werde. Also offensichtlich ist schon durch die KH´s ein insulin überschuß da, wozu dann noch mehr schiessen Manuel?
Hab ja auch da meine erfharungen und selbst mit lispro. Dann habe ich nur massive probleme genug Kh´s zu konsumieren, um nicht voll abzustürzen.
Nach dem training ist deine insulinempfindlichkeit sowieso auf maximum und was soll dann noch mehr bringen?!!
Gruß, Boris
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