Grundsätzliches
Die Einnahme von leistungssteigernden Substanzen ist in allen mir bekannten Kampfsportarten reglementarisch verboten! Wird ein Athlet überführt, ist mit einer Speere und/oder einer Geldbuße zu rechnen. Bei "Wiederholungstätern" ist sogar eine lebenslange Speere bei dem Verband, welcher die Kontrollen durchgeführt hat, möglich. Nicht zu vergessen ist der Imageschaden, welcher bestehende und neue Sponsoren zuverlässig abschreckt.Wenn anabole Steroide zum Einsatz kommen, gilt es, ein ethisches Problem in Sportarten außerhalb des Bodybuildings zu beachten. Dies weiter zu thematisieren, würde aber den Umfang dieses Artikels sprengen.
Voraussetzungen
Kampfsportler, die eine Kur planen, sollten mindestens 3 - 4 Jahre regelmäßig ihren Sport betrieben haben. Während dieser Zeit macht man bei ständigem Training auch ohne den Einsatz von Steroiden, sehr schnell und ausreichend Fortschritte. Des weiteren bin ich der Meinung, dass man über eine gute Grundlagenvorrausetzung verfügen sollte, sprich - sehr gute konditionelle Leistungsfähigkeit. Der Grund dafür ist, dass man während einer Kur normalerweise an Muskelmasse aufbaut. Diese muss auch weiterhin mit Sauerstoff versorgt werden können und das bei voller Action im Ring! Das ganze noch mit Mundschutz, also eingeschränkter Atmung. previewAuswahl des Steroids
Kampfsportler sollten den Wirkstoff mit Bedacht aussuchen. Beispielsweise sind Steroide, die vermehrt Wassereinlagerungen mit sich bringen, für Kampfsportler nicht wirklich "das Gelbe vom Ei". Des weiteren sind reine Massesteroide für Kampfsportler auch hinfällig. Viel mehr sollte auf den Aufbau von qualitativ guter Muskulatur Wert gelegt werden. Steroide wie Dianabol und Nandrolon scheiden also von Anfang an aus. Nandrolon könnte man in Betracht ziehen, wenn man in einer höheren Gewichtsklasse kämpfen muss, in welche man dann aber eigentlich gar nicht hingehört. Einer der prominentesten Anwender dieses Schemas ist James Toney, der nach seinem Kampf gegen John Ruiz positiv auf Nandrolon getestet wurde. Das Beispiel von Tooney eignet sich ausserdem bestens zur Illustration, dass man eigentlich nicht in einer Gewichtsklasse ungleich seiner naturalen kämpfen sollte. Dies ist aber ebenfalls nicht Thema dieses Artikels. Wer über ausreichend Masse verfügt und lediglich für den Wettkampf Kraft und Aggressivität/Selbstvertrauen steigern will, ist mit vornehmlich androgenen wirkenden Steroiden besser beraten.Steroide für Athleten, die nicht im Schwergewicht antreten
Eine "Besonderheit" gilt für Athleten, welche Steroide verwenden wollen, aber nicht im Schwergewicht antreten. Der Grund ist offensichtlich. Die Gewichtsbeschränkung nach oben gegenüber den höheren Gewichtsklassen macht es peroblemtisch, stark anabol wirkende Steroide zu verwenden. In diesem Fall ist eine peinlich genaue Kontrolle des Gewichts angebracht. Sollte man in den "roten Bereich" kommen, sind die Ernährung sowie die Dosierung zu überdenken. Athleten aus diesen Gewichtsklassen sind mit hauptsächlich androgen wirkenden Steroiden, die in erster Linie Kraftgewinn bringen, besser beraten. In diesem Fall ist der Einsatz der Steroide ausschließlich auf den Wettkampf hin sinnvoll.Dopingtests
Wie eingangs erwähnt, muss man damit rechnen, dass bei Wettkämpfen Dopingtests stattfinden. Es ist schwierig eine Aussage über die Nachweisbarkeit von Steroiden zu treffen, da diese sehr stark von der verwendeten Analysemethode und den Möglichkeiten des Labors abhängt. Es scheint aber gesichert, dass die Anwendung anaboler Steroide mit einem veresterten Wirkstoff über sehr, sehr lange Zeit nachgewiesen werden kann. Dies gilt auch bei Propionat- und Acetat-Estern. Allerdings wird kaum jeder Verband (in Tat und Wahrheit sogar die wenigsten) solche umfangreichen und kostspieligen Tests bezahlen wollen/können. Natürlich ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass man an einem WM-Kampf einen Test abgeben muss, als bei irgendeiner Rookie-Night in der Dorfhalle.Es ist zu beachten, dass durchaus auch auf Wirkstoffe getestet werden kann, welche nicht direkt anabol oder androgen wirken, sondern lediglich im Kontext mit anabolen Steroiden verwendet werden. Beispiele dafür sind Clomifen und Tamoxifen. Gemäß einem Verbandsprecher sind diese Wirkstoffe einfacher und günstiger zu testen. So kann man die aufwendigeren Tests abhängig von einer positiven Probe auf diese Stoffe machen. Aber ACHTUNG: Es ist nicht garantiert, dass immer so vorgegangen wird. Dies ist sogar eher unwahrscheinlich, da die Halbwertzeit dieser Wirkstoffe sehr kurz ist. Es bedeutet aber sicher, dass eine Kur bis zum Wettkampf idealerweise komplett abgesetzt sein sollte. Das gilt natürlich nicht wenn man den Wettkampf unter Einfluss des Medikaments bestreiten will.
Favorisierte Wirkstoffe
Einmal mehr muss auch hier das Testosteron genannt werden. Als körpereigener Stoff ist es sehr gut verträglich, und als stark anaboles sowie androgenes Steroid erfüllt es die Ansprüche von Kampfsportlern bestens. Als vornehmlich androgenes Steroid möchte ich hier Fluoxymesteron (Halotestin) nennen. Dieses konvertiert in keiner Dosierung zu Östrogen, weshalb östrogenbedingte Nebenwirkungen gänzlich wegfallen. Die Vorteile mit Fluxoymesteron sind eine stark gesteigerte Aggressivität sowie ein großer Kraftzuwachs ohne Gewichtszunahme. Ein weiteres, für Kampfsportler nicht uninteressantes Steroid, ist Oxandrolon. Dieses ist sehr teuer und sehr mild, dafür hat es ein verschwindend kleines Nebenwirkungsprofil. Eine interessante Kur ist sicherlich die hier beschriebene (Variante 2): T/OX - Testosteron/Oxandrolon. Wobei sich diese Kur dahingehend optimieren lässt, dass man 50 mg Oxandrolon/Tag einnimmt und alle 7 Tage Testosteron Cypionat anstelle alle 14 Tage Testosteron Enantat injiziert. Um es auf den Punkt zu bringen - für den Kampfsportler halte ich Testosteron für das am besten geeignete Steroid.
Opiate im Kampfsport
Neben Anabolika ist im Kampfsport noch der Einsatz von Opiaten zur "Vorteilsschaffung" denkbar. Nach meiner Erfahrung ist der Einsatz von Wirkstoffen aus der Gruppe der anabolen Stoffe aber geläufiger. Der Laie wird denken, dass Kampfsportler Opiate einsetzen um schmerzunempfindlicher zu werden. Diese These ist meiner Meinung nach aber hinfällig. Während eines Kampfes spürt man aufgrund des Adrenalins keine Schmerzen. Hinzu kommt, dass Testosteron und Co. keine benebelnde Wirkung haben, was bei den Opiaten natürlich ganz anders ist bzw. sein kann. Im Ring ist es natürlich nicht sehr vorteilhaft benebelt zu sein. Am Vorabend eines Kampfes kann das anders aussehen. Vor allem zum Beruhigen und zum Schlafen ist es denkbar Tramal einzusetzen. Nach Erfahrungsberichten erzeugt es ein euphorisches Befinden. Den Einsatz von Kokain im Kampfsport halte ich für sinnlos.Es steigert zwar die konditionelle Leistungsfähigkeit, allerdings nicht in großem Umfang. Kokain wirkt dazu noch stark unterschiedlich. Und zwar nicht nur von Anwender zu Anwender, sondern auch von Line zu Line! Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man nach dem Konsum schlicht und ergreifend keine Lust aufs Kämpfen hat. Dies ist der Motivation und der Leistung natürlich in keinster Weise förderlich. Die Aggressivitätssteigerung hängt auch stark von der individuellen Veranlagung ab. Dies würde ich eher mit einem vornehmlich androgen wirkenden Steroid herbeiführen, welches zusätzlich noch den Vorteil einer Kraftsteigerung hat. Ich persönlich rate vom Einsatz von Opiaten ab. Das oben genannte halte ich für das bessere Dopingmittel im Kampfsport.
Dosierung
Wichtig für Kampfsportler ist, dass sie nicht die im Bodybuilding üblichen Dosierungen verwenden. Es sei denn, man will während der Kur auf Kampfsporttraining verzichten und macht reines Muskelaufbautraining. Dass man mit diesem Schema dann im Kampfsport erfolgreich ist, wage ich aber doch sehr zu bezweifeln. Ich würde Testosteron Proprionat mit maximal 50 mg alle 2 Tage dosieren oder Testosteron Enanthat mit 200 mg alle 7 Tage. Höhere Dosierungen führen nach ein paar Wochen zu einem Pump in den Muskeln, welcher mit Sicherheit verhindert, dass man ein normales Kampfsporttraining absolvieren kann. Dennoch befinden sich diese Dosierungen im supraphysiologischen Bereich, was eine deutlich anabole Wirkung mit sich bringen dürfte.Es ist auch gut möglich, dass einzelne Anwender (mir ging es auch so) schon bei diesen Dosierungen einen zu harten Pump in den Muskeln verspüren. In diesem Fall ist die Dosis zu reduzieren, beispielsweise auf 40/30 mg Testosteron Propionat pro Injektion oder 150 mg Testosteron Enanthat alle 7 Tage. Diese Dosierungsangaben beziehen sich auf die erste Kur des Sportlers. Kampfsportler sollten dem Körper immer Zeit geben, sich an die neue Masse zu gewöhnen. In weiteren Kuren kann die Dosierung dann erhöht werden, sofern keine Probleme mit Kurzatmigkeit bzw. zu starkem Pump bestehen. Es empfiehlt sich, diese Kur auf eine Dauer zwischen 12 - 16 Wochen auszulegen. Kämpfer, die mit Fluoxymesteron einen Kampf absolvieren wollen, fangen 4 - 6 Wochen vor dem Kampf mit der Einnahme an. Die Kur endet dann am Wettkampftag! Als Dosierung empfiehlt es sich zwischen 30 und 50 mg pro Tag einzunehmen, jeweils auf 3 Gaben zu den Mahlzeiten verteilt.
Wirkung
Bei den genannten Dosierungen darf man keine Wunder erwarten. Aber wie gesagt, Bodybuilding oder Kampfsport, beides geht nicht! Eine garantierte Wirkung ist die viel bessere Regeneration. Bereits nach dem Duschen traut man sich ein weiteres Training zu. Zusätzlich erlauben die Steroide eine bessere Konzentration auf die Technik, da man körperlich nicht am Limit läuft. Das Training geht leichter von der Hand, was zu einer gesteigerten Motivation führt. Der Zuwachs an Muskelmasse ist nicht pauschal nennbar, da dieser zu stark von Training und Ernährung abhängig ist. Der Körperfettanteil dürfte bei allen Anwendern deutlich sinken, vorausgesetzt es wird weiterhin Kampfsporttraining betrieben. Punches werden aufgrund von Muskel- und Kraftzuwachs härter kommen, auch jene, welche man bis vor der Kur nicht so hart geschlagen hat.Nebenwirkungen
Bei der Testosteron-Kur kann man sagen, dass theoretisch zwar alle steroidüblichen Nebenwirkungen vorkommen könnten, dies aber bei den hier vorgeschlagenen Dosierungen eher nicht der Fall sein dürfte. Den Blutdruck sollte man idealerweise im Auge behalten, Kampfsporttraining unter Stoff ist eine besondere Belastung für das Herz. Zusätzlicher Bluthochdruck kann da gefährlich werden. Meiner Meinung nach macht es durchaus Sinn, wenn Kampfsportler während einer Kur 100 mg ASS/Tag zu sich nehmen (z.B: Aspirin Cardio). Bei einer Kur mit Fluoxymesteron dürften vor allem die androgenbedingten Nebenwirkungen auffallen: Akne, fettige Haut usw. Die erhöhte Aggressivität beurteile ich als Bestandteil der Hauptwirkung. Des weiteren ist zu beachten, dass Fluoxymesteron 17alpha-alkyliert ist und somit eine zusätzliche Leberbelastung entsteht.Absetzen
Das Absetzen sollte nach dem bekannten Schema durchgezogen werden, siehe hierzu: Absetzen einer KurTraining mit anabolen Steroiden
Wird, wie hier empfohlen, Testosteron verwendet, empfiehlt es sich das normale Kampfsporttraining um weitere Krafttrainingseinheiten zu erweitern. Dadurch kann ein größtmöglicher Nutzen aus der Kur erzielt werden. Kämpfer unterhalb des Schwergewichtsklasse sollten damit aber, wie bereits angesprochen, vorsichtig sein. Abkochen vor einem Kampf kann eine üble Sache sein. Weiter ist zu beachten, dass man nicht zu einem beinahe-Bodybuilder wird, der so langsam puncht, dass man den Schlägen noch im Schlaf ausweichen könnte. Deswegen gilt: Im Training nicht auf das Training am Sack und das Sparring verzichten! Ihr wollt ja nicht, dass ihr am Ende viel zu langsam seid, was vor allem dann passieren kann, wenn zu viel Masse aufgebaut wurde.Besonderes
Ein kleiner Tipp meinerseits, welcher sich nicht nur an Kampfsportler richtet: Informiert eine Vertrauensperson, beispielsweise euren Trainingspartner, Coach, etc. darüber, dass ihr ON seid. Am besten in schriftlicher Form, mit genauen Mengenangaben von was, wie viel, und wie die Intervalle sind. Aus naheliegenden Gründen sollte dies eine wirkliche Vertrauensperson sein, nicht dass das Dokument im falschen Moment zufällig auftaucht. Dies dient rein zur Sicherheit, falls mal etwas sein sollte. 4 - 6 Wochen nach der Kur empfiehlt es sich ein Blutbild machen zulassen. Vor allem dann, wenn noch ein 17alpha-alkyliertes (orales) Steroid im Spiel ist, für Informationen hierzu siehe: BlutwerteEinkaufsliste und Zubehör
Folgende Utensilien werden für eine Kur benötigt und sollten VOLLSTÄNDIG vor dem Kurstart vorhanden sein:| Was | Woher | Bemerkung |
| Die gewünschten Steroide | --- | Verfallsdatum beachten |
| Kanülen 0,6 x 30 mm | z.b. GLP-Shop | Für das Injizieren |
| Kanülen 0,9 x 80 mm | z.b. GLP-Shop | Für das Aufziehen |
| Spritzen 2 ml | z.b. GLP-Shop | --- |
| Alkoholpads | z.b. GLP-Shop | Zum Desinfizieren |
| 50 Tabletten Tamoxifen | --- | Absetzen - nicht zwingend Notwendig aber nie falsch dies parat zu haben |
| 50 Tabletten Clomifen | --- | Absetzen |
| Zink / Supplement | z.B: Andro Shop | Während einer Kur im oben beschriebenen Dosisbereich, sollte mit 100 mg pro Tag supplementiert werden. |
| Proteinpulver | z.B. Andro Shop | Achtung: Eine Kur mit AAS erhöht die Proteinsynthese, deshalb muss MEHR Protein zugeführt werden als dies normalerweise der Fall ist. Siehe auch: >>Hier<< |
| Produkt mit 100 mg ASS | Apo oder Arzt | Pro Kurtag ist eine Einnahmeeinheit notwendig |
