Sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden möchte ich Euch gerne meine jahrelange Vorgehensweise, meine strikten oder weniger strikten Versuche einer Diät beziehungsweise Körpermassereduktion darlegen und präsentieren. Ich habe mich wirklich schwer angestellt mit dem Thema "Wie bekomme ich verdammt noch mal mein Sixpack wieder, was ich mit 12 Jahren hatte?!". Heraus kam ein extrem langer Prozess des Ausprobieren, des Annehmens von Vorschlägen - ja von tausenden Steinen, die verschiedene Anstöße bringen, und mich endlich zum Ziel führen sollten. Aber auch meine Denke, mein Lebensstil änderten sich nachhaltig.
Nun ja, ich möchte Euch nicht weiter mit dem Vor-Versgeplänkel langweilen, deshalb soll es auch gleich mit der Historie meiner Schaffungen vorangehen:

Vorlauf - vergangene Jahre

Wie alles mit der Aussicht auf körperlichen Erfolg, begann meine Geschichte mit dem Eintreten ins Trainingszeitalter. Ich hatte mir nicht wirklich viel am Anfang gedacht und trottete nur so vor mich hin, ich war ja schließlich noch schlank, hatte zwar kein Sixpack, aber ein wenig konnte man durchaus erahnen. So ging das Training - es war anfangs zu Abiturzeiten nur Powerplatetraining und ein wenig Bodytransformer, für diejenigen, die da etwas Ahnung von haben - ein paar Jährchen voran und ich hegte langsam den Wunsch etwas mehr zu definieren. Was tut man also? Man geht zum Leiter der Sportstätte, also dem Powerplatefitnessgurutempel und fragt, wie man abnimmt. Dabei kamen dann ähnliche Empfehlungen, ohne sie zu werten, wie "Salat und ein wenig Fleisch nur nach dem abendlichen Training", "FDH" oder "Cardiotraining!" zum Anklang. Irgendwo haben sie ja ihre Berechtigungen, diese Empfehlungen. Aber mir wurde damals als blutiger Anfänger einfach nicht dieses Gesamtkonzept Reduktionsdiät erklärt. Nebenbei bemerkt, es gibt nicht nur die Diät. Sie ist aufgeteilt in die Lebensführungs-, beziehungsweise die Ernährungsumstellung zu einer Körpergewichtsreduktion, oder gar darf man das Substantiv Diät zum Masseaufbau verklären.

Also ging ich nach Hause mit der Empfehlung "etwas weniger zu essen, nachm Sport zu hungern und sonst nen bissel Cardio zu breschen". Na super. Das ist also der heilige Gral! Wo Millionen Menschen da draußen dran scheitern, nun habe ich ihn! Den Stein der Gewichtsreduktion! Hurrah!
Ok, gut. Man merkt schon, dass dies zu nichts führen konnte. So habe ich weiter mein Larifari-Training durchgezogen und ein wenig "weniger gegessen". Ich glaube, das ist die richtige Ausdrucksweise, hehe. Es hat nicht viel gebracht, nicht viel bewirkt. Ich trat auf der Stelle und schnell war der Gedanke vom Abnehmen passé. Ich war wieder in der "Semi-Aufbau-Phase". Meine Mentalität war damals: Ich mach das, was mir aufgetragen wird, nicht mehr und nicht weniger, und schau' was bei 'rum kommt! An sich eigentlich eine gute Einstellung für einen Anfänger. Kein totaler Bodybuildingkrieg und kein apathisches "ich geh heut' nicht zum Training, weil Couch und Mäcces halt!".

Ich bin dann zwei Studio-Lebensabschnitte später auf die Idee gekommen: "Jetzt wo du soviel Ahnung hast, kannst du ja wieder eine Diät starten!". Na super, denk ich mir aus meiner jetzigen vielleicht auch noch dilettantischen Erfahrung. Was habe ich gemacht? Ich habe versucht mehr Fleisch, mehr Fisch, weniger Weizenprodukte und etwas mehr Gemüse und Obst zu essen. Gar nicht mal so schlecht, denkt sich jetzt der bewanderte Leser. Und dazu sogar regelmäßiges Joggen! Ja, immerhin habe ich es von ca. 113 kg auf grandiose 95 kg geschafft, auf einer Größe von 195 cm. Aber Ripped as Fuark war es dann doch nicht. Ich sah wieder normal aus, neben meiner Zeit als halbwegs, anständig trainierender (und essender) Kraftdreikämpfer. (Richi88, falls er das liest, wird jetzt wahrscheinlich ermahnen: Kraftzweikämpfer!! Aufgrund einer Verletzung die mich heute noch teilweise begleitet, musste ich des Öfteren Kniebeuge aus dem Programm schmeißen).

Fotos erspar' ich euch, weil es mir nicht um meinen eigentlichen körperlichen Fortschritt in diesem Artikel geht, sondern mehr um die Art und Weise, die eigentliche Dummheit des Autors, beziehungsweise eigentlich die indoktrinierte Scheiße, die einem da draußen in der Realität, aber auch in Foren eingetrichtert wird. Nichts gegen Foren an sich, aber da, wo 100 Trainer sind, herrschen 1000 verschiedene Meinungen. Das ist ein generelles Problem. Also habt Mut zum Misstrauen! Das auch nur so nebenbei...

Wir kommen im zeitlichen Verlauf zum

Experiment "Strandfigur mit Team Andro 2012"

Danke nochmal an Thomas für diese Bereicherung, diese Aktion seitens Team Andro. Es war wirklich saugut durchdacht und hat Spaß gemacht. So etwas könnt ihr echt öfters aufziehen, auch in anderen Dimensionen und auf anderen Ebenen (TEAM ANDRO BB-Wettkampf; oder Strongman-Wettkampf etc.).

Für mich war es ein Schritt in die richtige Richtung. Ich musste rechnen, ich habe endlich erfahren, was ein Wettkampfbodybuilder tagtäglich isst. Wie er das Abnehmen, die Reduktion über Wochen plant. Wann er was aus dem Plan entfernt. Wie das Ernährungsverhalten während einer Wettkampfreduktion erfolgt.

Ich startete bei etwa 113 kg. Wahrscheinlich war es sogar etwas mehr, da meine alte Waage jetzt ersetzt wurde und ich mit einem Fehler von 1.3 kg jedes Mal gerechnet habe. Natürlich 1.3 kg mehr. glücklich

Letztendlich habe ich die Diät halbwegs brachial mit 104 bis 105 kg abgebrochen. Ich kam nicht damit klar, regelmäßig nach Uhrzeit und Menge zu essen. Schon gar nicht Thunfisch und ständig rohen oder gekochten Schinken. Es war mir einfach nichts. Ich habe fast gebrochen, als ich diese ominösen Pancakes essen musste. Ich habe es sogar fast eine Woche lang geschafft Thunfisch regelmäßig zu essen. Leute, die mich kennen, werden jetzt mit standing ovations lauthals applaudieren! Und solche Menschen wie mich muss es wohl auch geben. Dennoch Respekt an die Leute, es gab ja einige die es sogar noch Wochen nach Ende der Aktion durchgezogen haben!

Was passierte darauf? Ich aß mich auf 116 kg (nach neuer Waage) hoch und meine Freundin maulte mich beim Besuch meiner Mutter diskret an, dass ich "ganz schön aufgeschwemmt" bin. Schwemmi wäre ein passender Spitzname gewesen.

Ich entschloss mich meine Ernährung extrem umzustellen. Weg von Pizza, weg vom PentaWhopper (TrippelWhopper plus zwei Extrascheiben), weg von Cornflakes, Milch und Milchprodukten, basta! Ich wollte erst einmal eine lange Zeit kein Aufschwemmen, kein extremes Zunehmen mehr. Schließlich hatte ich meinen Diäterfolg aus Team Andros Strandfigurzeiten mal schnell innerhalb von dreieinhalb Monaten umgekehrt, ja sogar ein, zwei Kilogramm drauf gelegt! Den genauen Wert weiß ich bis heute nicht, dank meiner super Waage.

Es vollzog sich bei mir aber auch ein

Wechsel von K3K zum Bodybuilding

Schließlich änderte ich meine Grundeinstellung! So traten bis heute mehr und mehr das Aussehen - die Optik - also das äußere Erscheinungsbild zu Tage, anstatt der drei großen Werte. Ich fixierte mich viel stärker auf mein Auftreten in der Gesellschaft und den damit verbundenen Vorzügen. Nun kann ich eben zu 100 % nach der Frage "Was machst du fürn Sport?" zugeben, dass ich ich Bodybuildung betreibe. So kann ich auf die Aussage, ob ich heute wieder Pumpen gehe, mit "Ja, verdammt nochmal, zum 1000. Mal: ja!" antworten. Die Noterklärungen, ich betreibe hauptsächlich K3K und nehme an körperlicher Hypertrophie mit, was ich kriege, hingen mir bis Oberkante-Unterlippe. Es war einfach nur lästig überall und jedem zu erklären, dass man auf körperliche Entwicklung nur sekundär 'was drauf gibt.

Ich möchte jetzt damit aber in keinster Weise den Wettkampfbodybuilder aufzeigen. Ich habe wie gesagt Respekt vor den Leuten, die es voll und ganz durchziehen - mit allen Facetten. Daher würde ich mich mehr als figurbetonten Athleten beurteilen und bezeichnen. 100 % Bodybuilding ist eben noch einmal eine ganz andere Schiene, als das, was ich jetzt betreibe. Das ist aber meine persönliche Ansicht und ich verdonnere keinen, der ähnlich wie ich fährt, aber sich als Bodybuilder bezeichnet! Jeder nach seinem Gusto.

Inwiefern Maars seine Ernährung weiter umstellte und einen Ausblick in die Zukunft gibt, erfahrt Ihr im nächsten Teil!